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Bebauungsplanung Gelsenkirchen - Gestaltungssatzung

Denkmalbereichssatzung „Spinnstuhl“ Gelsenkirchen Hassel

Stadt Gelsenkirchen
2006

01-Lageplan

 

Die Arbeitersiedlungen in Gelsenkirchen bezeugen auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der Stadt im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung.
Am Rande der Gartenstadt Hassel entstand in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Siedlung Spinnstuhl. Während sich das Leitbild der Gartenstadt Hassel an dem Erscheinungsbild des Dorfes – und damit an einer ländlich geprägten Vergangenheit – orientierte, wollte die neue Siedlung Spinnstuhl den Aufbruch in die moderne Stadt mitgestalten.
Große, schlichte Haustypen mit gemeinsam nutzbaren Freiflächen an vergleichsweise breiten langen Straßen betonen das Städtische. Herausragendes Merkmal sind die flachen Dächer, die es bis dahin im Wohnungsbau Gelsenkirchens nicht gegeben hatte.
Heute wissen wir, dass dies ein Schritt beim Aufbruch in die Moderne weltweit war. Deutschland spielte dabei eine hervorragende Rolle und Gelsenkirchen kann stolz darauf sein, mit der Siedlung Spinnstuhl ein gut erhaltenes Beispiel für die Tendenzen der Moderne zu besitzen und zu bewahren.
Um das ausdrucksstarke Bild der Siedlung auch in Zukunft zu schützen und zu erhalten, wurde im Auftrag der Stadt eine Denkmalbereichssatzung erarbeitet. Diese soll den heutigen und künftigen Eigentümern helfen, das Architekturensemble zu verstehen und zu respektieren.