Wolters Partner | Castrop-Rauxel Vergnügungsstättenkonzept
Bebauungsplanung Castrop-Rauxel - Vergnügungsstätten

Vergnügungsstättenkonzept

Gutachten zur Steuerung von Vergnügungsstätten in Castrop-Rauxel

Stadt Castrop-Rauxel
2010

 

01-Untersuchungsgebiete


Als Reaktion auf das verstärkte Auftreten von Spielhallen in den Innenstädten wurden in einer Vielzahl von Kommunen bereits in den 1990er Jahren Konzepte zur Steuerung der Vergnügungsstätten insbesondere in den Stadtkernen erarbeitet. Nachdem die Entwicklung der Vergnügungsstätten einige Jahre stagnierend verlief, ist in der Branche insbesondere durch die Novellierung der Spielverordnung im Jahre 2006 ein neuer Wachstumsschub ausgelöst worden.
Begleitet wird dies durch einen Entwicklungstrend hin zu immer größeren Einrichtungen, die als sog. Mehrfachspielhallen oder auch sog. Entertainment-Center, im Verbund mit anderen Spielangeboten, nunmehr auch in Gewerbegebieten oder an Ausfallstraßen zu finden sind.


Aus Anlass der zunehmenden Anträge auf Errichtung von Spielhallen hat Wolters Partner im Auftrag der Stadt Castrop-Rauxel daher im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ein Konzept zur Steuerung von Vergnügungsstätten erarbeitet.
Um die künftige Ansiedlung von Vergnügungsstätten städtebaulich verträglich zu steuern, formuliert das Konzept grundsätzliche Leitlinien zum Ausschluss und zur Ansiedlung von Vergnügungsstätten in den verschiedenen Gebietskategorien innerhalb des Stadtgebietes.


Ziel des Konzeptes ist es, die Ansiedlung von Vergnügungsstätten derart zu steuern, dass negative städtebauliche, Auswirkungen und insbesondere eine Beeinträchtigung der Versorgungsbereiche vermieden werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein vollständiger Ausschluss von Vergnügungsstätten im Stadtgebiet als „Negativplanung” planungsrechtlich unzulässig und darüber hinaus sachlich nicht zu rechtfertigen ist. Dort wo mit einer Ansiedlung keine städtebaulichen Konflikte verbunden sind, sollen Vergnügungsstätten daher unter Berücksichtigung der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen in einem verträglichen Maße (weiterhin) zulässig sein.