Wolters Partner | Greven FMO
Bebauungsplanung Greven - Airportpark FMO

Greven

Airportpark FMO - Strukturkonzept und Bebauungsplan 1. Stufe

Stadt Greven
2005-2007

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Mit der zunehmenden Bedeutung des Flughafen Münster-Osnabrück wächst auch die Attraktivität des Standortes für gewerbliche Folgenutzungen – so genanntes „flughafen-affines Gewerbe”. Vor diesem Hintergrund sollte das Umfeld des Flughafens Münster-Osnabrück als hochwertiger Gewerbe- und Dienstleistungsstandort entwickelt werden. Projektträger sind die Städte Greven, Münster und der Kreis Steinfurt. Als regional bedeutsames Entwicklungsprojekt ist es Ziel des AirportPark FMO die in der Region vorhandenen Potentiale zu ergänzen und zu stärken. Eine Konkurrenz zu vorhandenen Standorten soll ausgeschlossen werden.

Die Entwicklung des AirportPark wurde von Wolters Partner von der Ebene der Regionalplanung  über die kommunale Bauleitplanung bis hin zur Entwicklung eines Gestaltungshandbuchs für die Ansiedlung der Betriebe betreut.

Das von Wolters Partner entworfene Strukturkonzept für den Gesamtraum hat sich zwischenzeitlich auch als „Bild” verfestigt. Der signifikante Grundriss definiert ein robustes städtebauliches Gerüst, das die künftige räumliche Ausdehnung und inhaltliche Zielsetzung des AirportPark FMO beschreibt. Auf Grundlage des Strukturkonzeptes erfolgte die Aufnahme des AirportPArk FMO in die zeichnerischen Darstellungen des Regionalplans. Für den ersten ca. 50 ha großen Realisierungsabschnitt wurde der Bebauungsplan von Wolters Partner entwickelt und ist seit Anfang 2008 rechtsverbindlich.

Das Plangebiet südlich des Flughafens bietet einen Ausschnitt der typisch münsterländischen Parklandschaft. Das städtebauliche Strukturkonzept zeigt die räumliche Entwicklung unter Berücksichtigung der langfristig zu erhaltenden ökologischen Strukturen.

Von Bedeutung ist die Verbesserung der Standortgunst durch den direkten Flughafen-Autobahn-Anschluss an die A 1. Die sich im AirportPark FMO kreuzenden Kreisstraßen bilden als repräsentativ gestaltete öffentliche Räume die Hauptachsen der Erschließung. Die Baufelder stellen ein Höchstmaß an Flexibilität für verschiedene Grundstücksgrößen sicher. Die Festlegung der internen Erschließungsstrukturen der einzelnen Baufelder erfolgt bedarfsgerecht mit der Besiedlung.

Die Realisierungsabschnitte bilden jeweils eine in sich abgeschlossene städtebauliche Figur, die zum Landschaftsraum durch Grünstrukturen eingefasst wird. Der nutzungsstrukturellen Gliederung der Bauflächen liegt ein regional abgestimmter Ansiedlungskatalog zu Grunde, der nicht in Konkurrenz zu anderen Gewerbegebieten in der Region steht. Die verbindliche Bauleitplanung setzt daher ein Sondergebiet mit verschiedenen Nutzungskategorien fest, um der speziellen Zweckbestimmung Rechnung zu tragen.

Gräben und begleitende Grünstrukturen gliedern das Gebiet und gewährleisten die Oberflächenableitung des Niederschlagswassers. Das speziell für den AirportPark entwickelte Konzept einer dezentralen Regenwasserbewirtschaftung trägt wesentlich dazu bei, Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes „Eltingmühlenbach“ zu vermeiden.
Die Belange der Umwelt werden im Umweltbericht zum Plankonzept als nicht beeinträchtigt nachgewiesen.